Energie
In der Energiewirtschaft von Hüttenwerken spielen die in den verschiedenen Produktionsstufen anfallenden Kuppelprodukte zur Verdrängung von Zukaufenergie eine erhebliche Rolle.
So wird z. B. bei der Saarstahl AG seit 1986 das bei der Stahlerzeugung anfallende Reaktionsgas (Konvertergas) in eigenen Anlagen genutzt. Anstelle des Abfackelns wird das Gas zur Wärmeerzeugung in Walzwerksöfen und zur Dampf- sowie Stromerzeugung eingesetzt. Die Ausnutzung beträgt nahezu 100 %.
Der Brennstoffbedarf des Werkes Völklingen wird auf diese Weise bis zu einem Drittel abgedeckt
Immissionsschutz
Die
Saarstahl AG hat in den letzten Jahrzehnten hohe Umweltschutz-Investitionen zur Reduzierung der Staub- und Lärmemission aufgewendet. Bereits im Vorfeld der Planungen unserer Neuanlagen werden die Vorgaben der gesetzlichen Regelungen zur Minimierung von Emissionen miteinbezogen, so dass auch weiterhin Umweltschutz-Investitionen getätigt werden, und dem Stand der Technik Rechnung getragen wird.
Gewässerschutz
Bei der
Saarstahl AG wird sowohl Trinkwasser als auch Saarwasser eingesetzt, wobei die
Saarstahl AG ständig bemüht ist diese Wassermengen durch wassersparende Maßnahmen (z. B. Kreislaufführung) zu reduzieren.
Die Abwasserkanäle im Werk VK, die Sanitärabwasser ableiten, werden zur Reinigung der öffentlichen Kläranlage VK zugeführt.
Anteilig ihrer eingeleiteten Abwassermengen ist die
Saarstahl AG an den Investitions- und Betriebskosten der Sammlersysteme und der Kläranlage beteiligt. Die Abwassersysteme, die direkt in die Saar einleiten, dienen nur dazu, anfallendes Niederschlagswasser abzuführen.
Abfallwirtschaft
Bei der Stahlherstellung und der nachfolgenden Weiterverarbeitung fallen eine Reihe von Stoffen an, die im Sinne des Kreislaufwirtschaft- und Abfallgesetzes alle unter dem Begriff Abfall zusammengefasst werden.
Der größte Anteil des verbleibenden Abfalls (Filterstaub, Schlamm aus Wasserreinigungen u. ä.) wird entweder aufgrund seines hohen Eisen-Anteils zur Roheisen- bzw. Stahlerzeugung genutzt oder bis zu einer endgültigen Verwertung auf der
Saarstahl AG -eigenen Deponie, die nach dem Stand der Technik ausgelegt ist (Basisabdichtung), zwischengelagert. Einzelne Stoffgruppen wie nicht kontaminierter Bauschutt verbleiben auf der Deponie.
Schlackenwirtschaft: Ein Teil der bei der Rohstahlerzeugung anfallenden Schlacken wird im Straßenbau wieder eingesetzt.
Seit 1994 ist eine zentrale Abfallsammelstelle, die von der Abteilung Umweltschutz koordiniert wird, in Betrieb. Dort können alle Betriebsbereiche nach Absprache ihre betrieblichen Abfälle zur geordneten Entsorgung anliefern.