
Stationen der Entwicklung des Völklinger Eisen- und Stahlwerkes |
1873 |
| Gründung der „Völklinger Eisenhütte, Aktien-Gesellschaft für Eisenindustrie“ |
03.05.1879 |
| Entlassung aller Mitarbeiter und völlige Stillegung der Eisenhütte wegen Unrentabilität. |
Gründungsdatum 27.08.1881 |
| Kauf des stillgelegten Unternehmens durch die Gebrüder Röchling.
Gründung der „Völklinger Eisenwerk Gebrüder Röchling OHG“.
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1881–1883 |
| Rascher Aufschwung der Hütte: V.a. die Produktion von Eisenträgern und -schwellen wirft gute Gewinne ab. Anstieg der Beschäftigten von ursprünglich 450 auf 1.150. im annektierten Lothringen. |
ab 1885 |
| Kontinuierlicher Ausbau der Werksanlage. Errichtung von weiteren vier Hochöfen bis zum Jahr 1893. |
1890 |
| Völklinger Hütte ist mit der Produktion von 70.164 t Trägern der größte Eisenträgerhersteller im Deutschen Reich. |
1891 |
| Inbetriebnahme eines Thomasstahlwerkes. |
1892 |
| Erweiterung der Produktpalette um Oberbaumaterial, Stabeisen und Halbzeug (1904 tritt Draht dazu). |
1896 |
| Umwandlung der Gesellschaft in eine GmbH. Gleichzeitig Namensänderung in „Röchling'sche Eisen und Stahlwerke GmbH“ (RESW). |
1897 |
| Inbetriebnahme einer Kokerei auf dem Werksgelände zur eigenen Herstellung von Hochofenkoks. |
1898 |
| Bau der Carlshütte bei Diedenhofen (Thionville) zur Roheisenerzeugung in unmittelbarer Nähe der Erzvorkommen (Lothringen). |
1900 |
| Errichtung des ersten Teils der Gasgebläsehalle: Antrieb der Gasgebläsemaschinen mit Gichtgas (Weltneuheit). Bis 1914 Ausbau der Anlage auf sechs Gebläsemaschinen. |
1907–1908 |
| Entwicklung des Röchling-Rodenhauser Drehstromofens: Beginn der Elektrostahlproduktion in Völklingen. |
1909–1910 |
| Bau eines Edelstahlwalzwerkes. |
1911 |
| Inbetriebnahme einer Thomasmühle: Herstellung von Thomasmehl aus Schlacke. |
August 1914 |
| Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges: Fast völliges Erliegen der Produktion. |
1915 |
| Errichtung eines Siemens-Martin-Stahlwerkes zur Herstellung von Kriegsgütern: Geschosse fast aller Kaliber, Draht für Stacheldrahtfabrik, Infanterieschutzschilde, Feldbahnschienen etc. |
1916 |
| Ausbau der Elektroofenanlage: 80 - 90 % des Materials für die Produktion deutscher Stahlhelme werden produziert. |
1916–1918 |
| Beträchtlicher Schaden durch Fliegerangriffe: 328 mal wird Fliegeralarm ausgelöst. 236 Bomben fallen auf Völklingen und die Hütte. |
Juni 1918 |
| Ernennung Hermann Röchlings zum preußischen Kommerzienrat. |
24.12.1919 |
| Ein französisches Gericht verurteilt Robert und Hermann Röchling in Abwesenheit zu 10 Jahren schweren Kerkers, u.a. wegen der Zerstörung französischer Fabriken. |
1920–1935 |
| Saarland steht unter Oberaufsicht des Völkerbundes. Einsetzen einer Saarregierung. Großer Einfluss Frankreichs dennoch spürbar: Gendarmerie und Militär werden nicht abgezogen. |
1920 |
| Ratifizierung des Versailler Vertrages: Verlust sämtlicher Besitzungen in Lothringen, u.a. die Carlshütte in Diedenhofen und die Erzgruben in Algringen. werden von französischer Seite nie ganz erfüllt: Eine französische Beteiligung am Firmenkapital wurde somit abgewendet. |
Februar 1921 |
| Neuordnung des Firmenbesitzes. Ziel: Abtrennung des Edelstahlbetriebes als eigenständige Gesellschaft zum Schutz vor französischen Eingriffen. |
Februar 1921 |
| Gründung einer selbständigen Verkaufsgesellschaft für Frankreich: |
1924 |
| Stillegung der Hütte für 50 Tage als Reaktion auf französische Repressalien |
1925 |
| Der Verein Deutscher Eisenhüttenleute verleiht Hermann Röchling die Carl Lueg Gedenkmedaille für seine Leistungen auf dem Gebiet der Metallurgie des Eisens. |
1927 |
| Inbetriebnahme einer Zementfabrik zur Verarbeitung der Hochofenschlacke. |
1928 |
| Die erschwerten Konkurrenzbedingungen nach dem Ende des Ersten Weltkriegs veranlassen einen technischen Innovationsschub. Ziel: Senkung des Erz- und Koksverbrauchs sowie die Steigerung der Hochofenleistung |
1934 |
| Der Verein Deutscher Ingenieure verleiht Hermann Röchling |
März 1935 |
| Rückgliederung des Saargebietes ans Deutsche Reich: |
bis 1939 |
| Die auf Autarkie ausgerichtete Wirtschaftspolitik des NS-Staates führt zu Problemen bei der Rohstoffversorgung. Innovationen sind erforderlich: • Entwicklung neuer Techniken zur Aufbereitung und Verarbeitung eisenarmer • Einführung des OM-Verfahrens: Verknappung der Manganerze damit kompensiert • Gewinnung von Vanadin aus Teilen der Schlacke |
01.09.1939 |
| Ausbruch des Zweiten Weltkrieges: Völklingen liegt in der„Roten Zone” (Streifen zwischen der französischen Grenze und der Hauptkampflinie des Westwalls):Zivilbevölkerung muß Gebiet räumen. |
08.12.1939 |
| Erster Hochofen wieder angeblasen. Der zweite folgt 14 Tage später. Der dritte im April, der vierte im August und der fünfte im Oktober 1940. |
März 1940 |
| Wiederinbetriebnahme des Thomasstahlwerkes. |
01.07.1940 |
| Ernennung Hermann Röchlings zum „Generalbeauftragten für Eisen und Stahl für die Gebiete Lothringen und Meurthe-de-Moselle, ausgenommen Longery” für den Vierjahresplan. |
1941 |
| Hermann Röchling wird in den Verwaltungsrat der Reichsbank berufen. |
1942 |
| Hermann Röchling gehört zum Führungsstab der deutschen Kriegswirtschaft. Er ist u.a. |
12.11.1942 |
| Hermann Röchling feiert seinen 70. Geburtstag. |
Juli 1944 |
| Verhaftung Ernst Röchlings nach gescheitertem Hitlerattentat wegen Verschwörung gegen den Staat. |
Herbst 1944 |
| Näherrücken der Front: Drosselung der Produktion. |
Dezember 1944 |
| Karl Theodor Röchling (Leiter der Völklinger Hütte) wird zusammen mit Oberingenieur Koch tot im Werk aufgefunden: Die Umstände der Tat werden nie völlig aufgeklärt. |
1945 |
| Völklinger Hütte bleibt in den letzten Kriegsmonaten vor Zerstörungen weitgehend verschont (im Gegensatz zu anderen Saarhütten). |
20.03.1945 |
| Militärische Besetzung des Saarlandes durch amerikanische Truppen. |
April 1945 |
| Besetzung des Völklinger Werkes. |
Mai 1945 |
| Thomasmühle und Sauerstoffabrik nehmen Produktion wieder auf. |
Juni 1945 |
| Das Saarland wird französische Besatzungszone. |
1946 |
| Festnahme Hermann Röchlings durch US-Truppen. Inhaftierung in Nürnberg. |
1947 |
| Auslieferung Hermann Röchlings an französische Besatzungsmacht. |
16.02.1948 |
| Eröffnung des Prozesses gegen Hermann Röchling, die Familienmitglieder Ernst Röchling und Hans-Lothar von Gemmingen sowie die Direktoren Albert Maier und Wilhelm Rodenhauser in Rastatt. Ihnen werden Kriegsverbrechen vorgeworfen. |
25.01.1949 |
| Urteilsverkündung des Berufungsgerichtes (1. Urteil vom 02.07.1948): Hermann Röchling, Ernst Röchling und von Gemmingen werden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Zudem Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte und Beschlagnahmung des gesamten Privatvermögens. Maier wird freigesprochen, Rodenhauser erhält ebenfalls eine Gefängnisstrafe. |
ab 1949 |
| Frankreich will Rückkehr der Familie Röchling nur dann zustimmen, wenn diese sich mit Minderheitsbeteiligung zufrieden geben. |
ab 1950 |
| Familie um Klärung der Situation bemüht. Aufnahme von Verhandlungen mit Kaufinteressenten. Erfolg scheitert am Majoritätsanspruch Frankreichs. |
18.04.1951 |
| Gründung der Montanunion: Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Der Organisation wird die deutsch-französische Produktion auf dem Kohle- und Stahlsektor unterstellt. |
18.08.1951 |
| Begnadigung Ernst und Hermann Röchlings. |
1952 |
| Produktionskapazität der Vorkriegszeit (1938) wird wieder erreicht. |
13.03.1953 |
| Verleihung des Siemens-Ringes an Hermann Röchling, der höchsten deutschen Auszeichnung für Verdienste auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technik. |
23.10.1954 |
| Saarstatut: Saarland soll die Keimzelle der Europäischen Gemeinschaft werden. |
Frühjahr 1955 |
| Röchling-Frage wird zum Politikum: Haltung der französischen Regierung versteift sich. des Anteils auf 75 %. |
24.08.1955 |
| Hermann Röchling stirbt in Mannheim. Er konnte nach Ende des Krieges nicht mehr in seine Heimat zurückkehren. |
23.10.1955 |
| Saarreferendum: 67,7 % entscheiden sich gegen das Saarstatut. |
April 1956 |
| Familie erklärt die Optionserklärung für hinfällig. |
27.10.1956 |
| Luxemburger Vertrag: Frankreich stimmt aufgrund des Ergebnisses der Volksabstimmung der Rückgliederung des Saarlandes zum 01.01.1957 zu. |
14.11.1956 |
| Ernst Röchling und Freiherr von Gemmingen-Hornberg erzielen grundsätzliches Einverständnis mit der französischen Regierung über die Aufhebung der Sequesterverwaltung und der Rückgabe der Hütte an die Familie. |
28.11.1956 |
| Aufhebung der Sequesterverwaltung: „Friedensschluß zwischen Frankreich und Röchling” lautet das Schlagwort der kommenden Jahre. der Familie Röchling. |
1957 |
| Rückgliederung des Saarlandes. |
1958 |
| Einrichtung eines neuen Fertigungsbetriebes in Busendorf: „Atelier de Bouzonville”. Herstellung von Röchling-Chevron-Schlitzwinkel und Omnia-Leichtbauträger. |
05./06.07.1959 |
| Wirtschaftlicher Anschluss des Saarlandes an die Bundesrepublik und Einführung der DM als Zahlungsmittel. |
1961–1968 |
| Realisierung eines bereits 1959 entworfenen Generalplanes zum Ausbau und zur Modernisierung der Völklinger Hütte: Der Kern des Planes zielt auf die Erweiterung bzw. Weiterentwicklung der Edelstahlfertigung und -weiterverarbeitung ab und beinhaltet zahlreiche Neubaumaßnahmen:
Diese Maßnahmen resultieren aus einer geänderten Situation am Markt: Edelstahl wird immer mehr nachgefragt und die vorhandenen Produktionsanlagen können den Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Auf lange Sicht gesehen ist die Existenz des Unternehmens bei einer Konzentration auf Massenstahlproduktion nicht mehr zu gewährleisten. Die genannten Maßnahmen erfüllen die Erwartungen der Unternehmensleitung und sichern dem Werk auf dem Edelstahlsektor wieder einen hohen Marktanteil, der sogar etwas über dem der Vorkriegsjahre liegt.
Zwei weitere große Neubauprojekte sind: Darüber hinaus zeigt sich die Notwendigkeit , andere Betriebsbereiche zu modernisieren bzw. auszubauen, um die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens zu stärken: • Drahtstraße im Nauweiler Gewann • Trägerstraße 06 • Einführung der Querstrom-Kalkbrennöfen (System Dr. Heiligenstadt) • Zementfabrik (Homogenisier- und Verladesilos) |
1961 |
| Neben der Umstrukturierung der Produktion vollzog sich gleichzeitig eine Neuordnung der Verwaltung und eine Dezentralisation des Familienbesitzes: Übertragung der Beteiligung an der „Rheinmetall AG” und der „Röchling-Buderus AG Wetzlar” auf die neu gegründete "Industriegesellschaft Röchling". |
1963 |
| Gründung der „Ernst-Röchling-Stiftung”" anlässlich seines 75. Geburtstages: Wissenschaftliche Forschungen an der Universität des Saarlandes zur Förderung der deutsch-französischen Verständigung. |
24.01.1964 |
| Ernst Röchling stirbt in Düsseldorf. |
1965 |
| Veräußerung des Anteils am Wetzlarer Edelstahlwerk: Röchling'sche Stahl GmbH geht in Buderus-Besitz über. |
Dezember 1967 |
| Dr. Hermann Röchling tritt aus gesundheitlichen Gründen von der Unternehmensleitung zurück. |
1969 |
| Die Einführung einer neuen Werkstoffnorm, nach der Träger stickstoffarm sein müssen, erfordert die Abkehr vom Thomasstahlverfahren: Weiterentwicklung des ursprünglich bei der Maxhütte entwickelten OBM-Verfahrens zur Stahlerzeugung bis zur Produktionsreife. Der erste OBM-Konverter nimmt seinen Dienst in Völklingen auf.
Belegschaft erreicht die Rekordhöhe von 17.000 Beschäftigten. |
02.07.1970 |
| ARBED und die Völklinger Hütte gründen die „Arbeitsgemeinschaft Drahtstraßenbau”" zum Bau der Drahtstraße 11 in Burbach. |
01.07.1971 |
| Fusion der Völklinger Hütte RESW mit der Burbacher Hütte der Luxemburger ARBED zur „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH” rückwirkend zum 01.01.1971: |
1972 |
| Im Werk Burbach wird ein anderes Stahlerzeugungsverfahren eingeführt: Umstellen vom Thomas- auf das LD/AC-Verfahren. Daneben kommt hier modernste Umwelttechnik zum Einsatz: Entstaubung mittels einer „Naß-Elektrofilter-Anlage”. durch die „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH”. |
Mai 1973 |
| Inbetriebnahme der (Walz-)Drahtstraße 11 im Werk Burbach: Es handelt sich um eine vieradrige Drahtstraße, die als eine der größten und modernsten der Welt bezeichnet wird. |
1974 |
| Deutsche Stahlwirtschaft verzeichnet Produktionsrekord. |
1975 |
| Beginn der Stahlkrise. |
1977 |
| Stahlkrise führt zu einem Defizit von 212 Mio. DM bei den Stahlwerken Röchling-Burbach. Die Folgen: |
18.12.1978 |
| Verabschiedung eines Restrukturierungsprogramms durch die Geschäftsleitungen der „Stahlwerke Röchling-Burbach GmbH” und der „Neunkircher Eisenwerk AG" unter Mitwirkung von Bund, Land und Gewerkschaften. U.a. werden folgende Maßnahmen beschlossen:
Zwischen ARBED Luxemburg und die saarländischen Langproduktehersteller wird die "ARBED-Finanz Deutschland GmbH" (AFDG) geschaltet, die als 100 %ige ARBED-Tochtergesellschaft alle Anteile der zum ARBED-Konzern gehörenden und in der Bundesrepublik gelegenen Unternehmen hält. |
1980 |
| Inbetriebnahme der ersten Baustufe (2 Konverter, 2 Stranggießanlagen) des neuen Blasstahlwerkes in Völklingen am 15.12.: Anwendung modernster Technologie. |
1981 |
| Die Markt- und Quotensituation verschlechtert sich weiterhin. Eine erste Anpassung des Restrukturierungsprogramms wird erforderlich:
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Mitte 1982 |
| Erneute Anpassung des Restrukturierungsprogramms aufgrund der sich verschlechternden Absatz- und Erlössituation. weitere Stranggießanlagen, ein weiterer Konverter). Monats. Die Feinstahlstraße und die Drahtstraße produzieren weiter.
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1983 |
| Wiederholte Finanzhilfen von Bund und Land verhindern einen Zusammenbruch. Über den mit 312 Mio. DM bewilligten Finanzierungsrahmen hinaus werden 180 Mio. DM zusätzlich benötigt. mit der Peine-Salzgitter AG und der Hoesch Werke AG regeln den Tausch von Produktions- und Lieferquoten zur besseren Auslastung der Produktionsanlagen. |
1984 |
| Anpassungsprogramm 1984 - 1986 mit einer Beschleunigung der Rationalisierung und der Personalanpassung. Kapazitätsabbau von fast 30 %. Stillegung des Edelstahlwalzwerkes in Völklingen.
Vorantreiben der Produktionsumstrukturierung:
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1985 |
| Sanierungsgutachten von "Roland Berger & Partner GmbH" (München) fordert weiteren Personalabbau. Nachweis der Überlebensfähigkeit des Unternehmens wird erbracht. |
15.05.1986 |
| Erster Schritt zur Umsetzung des Konzeptes: Ziehung der Option. Übertragung der Anteile auf den früheren saarländischen Wirtschaftsminister Dr. Schäfer. |
Juni 1986 |
| Weitere Umsetzung des Sanierungskonzeptes:
Die Stahlkrise verschärft sich weiter. Weiterer Personalabbau auf 8.500 Beschäftigte. |
04.07.1986 |
| Stillegung der veralteten Hochöfen, der Koksanlage und der Nebenbetriebe in Völklingen. |
05.01.1987 |
| Gründung der Stahlstiftung: Saarländische Lösung zur Abwendung von sozialen Härten beim Personalabbau. |
1988 |
| Konsolidierung wird konsequent weitergeführt. |
20.04.1989 |
| Zusammenführung der „Saarstahl Völklingen GmbH” und der „AG der Dillinger Hüttenwerke” unter dem gemeinsamen Dach der Holding „DHS-Dillinger Hütte Saarstahl AG”:
Holding hält als Tochtergesellschaften „SAARSTAHL Völklingen GmbH” zu 100 % und „AG der Dillinger Hüttenwerke” zu nahezu 100 %. |
10.05.1989 |
| Gründung der „Saarstahl AG” als Nachfolgegesellschaft der „SAARSTAHL Völklingen GmbH”". |
1990 |
| Beginn des sog. Fortschrittprogramms: Programm zur Verbesserung des Kosten-Leistungs-Verhältnisses. |
1991 |
| Verschlechterung der Stahlmarktlage. Preisverfall durch Niedrigpreisimporte aus Osteuropa und Überkapazitäten bei Langprodukten sowie Flacherzeugnissen führen zu starken Umsatzeinbußen. |
1992 |
| Die Krise in der europäischen Stahlindustrie spitzt sich seit Mitte des Jahres dramatisch zu: Rezession in Westeuropa, anhaltende Ostimporte und protektionistische Maßnahmen in den USA. |
01.01.1993 |
| Neuordnung der Weiterverarbeitungssparte der „Saarstahl AG”". Die "Techno Saarstahl GmbH" wird mit der „Saarstahl AG” verschmolzen.
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18.05.1993 |
| Konkursantragsstellung des Vorstandes der Saarstahl AG wegen Zahlungsunfähigkeit. |
31.07.1993 |
| Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen der Saarstahl AG durch Beschluss des Amtsgerichtes Völklingen wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit. |
09.09.1993 |
| Erste Gläubigerversammlung: |
Januar 1994 |
| Änderung der Eigentumsverhältnisse:
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März 1996 |
| Neuregelung der Anteilsverhältnisse an der Holding „DHS - Dillinger Hütte Saarstahl AG” (außergerichtlicher Vergleich):
Die Saarstahl und das Saarland halten zusammen 48,75 %, ebensoviel wie Usinor-Sacilor. |
18.07.1996 |
| Prüfungstermin der Gläubigerforderungen: |
12.12.1996 |
| Der Aufsichtsrat der „Saarstahl AG i.K.” stimmt einer neuen Eigentümerstruktur zu:
Die Gesellschafter der Saarstahl Treuhand GmbH sind die Herren Jean Lang, Hans Ringwald und Albrecht Herold. |
12.12.1997 |
| Die Aktionäre, einschließlich der Saarstahl Treuhand GmbH, billigen in einer außerordentlichen Hauptversammlung den Zwangsvergleichsvorschlag des Vorstandes:
In der Aufsichtsratsitzung wird die Übertragung der Saarstahl-Anteile der Saarstahl Holding GmbH und der Saarländischen Investitionskreditbank AG auf das Saarland beschlossen.
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29.12.1997 |
| Die Gläubigerversammlung nimmt den Zwangsvergleichsvorschlag mit großer Mehrheit |
30.12.1997 |
| Das Konkursgericht bestätigt den Zwangsvergleich. |
01.12.1998 |
| Die Saarstahl-Anteile der Kreditanstalt für Wiederaufbau (20 %) werden auf die Saarstahl Treuhand GmbH übertragen.
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15.10.1999 |
| Die AG der Dillinger Hüttenwerke erwirbt von den Anteilen des Saarlandes weitere
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30.10.1999 |
| Die letzte Rate des vereinbarten Zwangsvergleiches wird an die Gläubiger überwiesen. Damit wurde die im Zwangsvergleich vom Dezember 1997 vereinbarte Zahlung der Quote erfüllt. |
30.05.2001 |
| Die Aufsichtsräte der Dillinger Hütte und der Saarstahl AG haben in ihren Sitzungen der Gründung einer gemeinsamen Stiftung im Sinne der sogenannten Hüttenlösung zugestimmt. der "Montan-Stiftung-Saar" zugewendet werden. |
26.09.2001 |
| Die Aufsichtsräte der AG der Dillinger Hüttenwerke und der Saarstahl AG haben in ihren Sitzungen die saarländische Hüttenlösung als Basis für die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Unternehmen zur Sicherung des Stahlstandortes Saar bestätigt. |
16.10.2001 |
| Das Kabinett der saarländischen Landesregierung hat den Verkauf der Landesanteile in Höhe von 26,8 % an der Saarstahl AG und 15 % an der DHS-Dillinger Hütte Saarstahl AG an die Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co KG a.A. beschlossen. Die weitere Umsetzung der Hüttenlösung wird damit ermöglicht. |
23.10.2001 |
| Der saarländische Landtag hat dem Verkauf der Landesanteile in Höhe von 26,8 % an der Saarstahl AG an die Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co KG a.A. zugestimmt. |
05.11.2001 |
| Die Saarstahl Treuhand GmbH hat der Übertragung von 48,1 % der Anteile an der Saarstahl AG an die Struktur-Holding-Stahl GmbH & Co KG a.A. zugestimmt. |
26.11.2001 |
| Die Schlussrechnungslegung der Konkursverwalter wird durch das Konkursgericht des Amtsgerichtes Völklingen abgenommen. |
28.11.2001 |
| Herr Richter Grünert, Konkursgericht Völklingen, hat das Konkursverfahren über das Vermögen der Saarstahl AG aufgehoben. |
11.12.2001 |
| Der Aufhebungsbeschluss ist rechtskräftig.
Der Aufsichtsrat beschließt die Investition einer neuen Stranggießanlage. Diese Maßnahme stellt mit ihrem technologischen und metallurgischen Anspruch sowie einem Investitionsvolumen von 77 Mio. Euro einen der wichtigsten Beiträge zur Zukunftssicherung der Saarstahl AG bei. Die Inbetriebnahme der S 0 ist für 2004 vorgesehen. |
28.01.2002 |
| Das Walzwerk in Burbach erhält als erster Standort der Saarstahl AG das Umwelt-Zertifikat nach DIN EN ISO 14001 und bestätigt damit die Erfüllung der höchsten anerkannten Forderungen an ein Umweltmanagementsystem. |
28.03.2002 |
| Umsetzung der sogenannten Hüttenlösung
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01.07.2002 |
| Mit Henner Wittling wird der Vorstand der Saarstahl AG erweitert. Er nimmt neben Hans-Günter Herfurth (Vorsitzender), Dr. Klaus Harste (Technik) und Claude Kintz (Vertrieb) die Funktion des Arbeitsdirektors ein. |
Sommer 2002 |
| In einer siebenwöchigen Umbauzeit wird die Saarschmiede modernisiert. Im Rahmen der Arbeiten wird eine der weltweit modernsten Schmiedepressen (85MN) inklusive leistungsfähigem Manipulator (200 mt) installiert. Die Investitionssumme beläuft sich auf 12 Mio. Euro. Die Inbetriebnahme erfolgt im September. |
01.09.2002 |
| Die Saarstahl AG führt ein neues Corporate Design ein. Im Mittelpunkt des überarbeiteten Unternehmensauftritts steht ein modernes Logo in den Farben orange und graphit. |
26.09.2002 |
| Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG beschließt für die Standorte Burbach und Neunkirchen Investitionsmaßnahmen in Höhe von 22 Mio. Euro. Für das Werk Neunkirchen wird ein neuer Hubbalkenofen genehmigt, der Hubbalkenofen in Burbach wird modernisiert. |
12.12.2002 |
| Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG bestellt darüber hinaus Hans-Günter Herfurth für weitere zwei Jahre bis zum 31.12.2004 zum Vorsitzenden des Vorstandes der Saarstahl AG.
Mit dem Beschluss des Aufsichtsrates, Investitionen im Bereich der Walzwerke Völklingen durchzuführen, setzt die Saarstahl AG den Prozess der Modernisierung und Stärkung aller Standorte konsequent fort. |
12.03.2003 |
| Im Bereich der schweren Drehmaschinen der Edelstahlbearbeitungswerkstatt (EBW) der Saarschmiede wird eine leistungsfähige CNC-Großdrehmaschine installiert. Damit steht der EBW ein modernes Aggregat zum Vor- und Fertigdrehen zur Verfügung. Das Investitionsvolumen beträgt 1,2 Mio. Euro. |
15.03.2003 |
| In der Edelstahlbearbeitungswerkstatt der Saarschmiede wird eine neue Bandsägemaschine in Betrieb genommen. Sie ist nach den neusten technologischen Gesichtspunkten konstruiert und stellt einen wesentlichen Baustein in der strategischen Planung der vorgesehenen Produktionssteigerung der Saarschmiede dar. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf etwa 0,4 Mio. Euro. |
14.06.2003 |
| Die Saarstahl AG ehrt mit einer großen Feier die Jubilare des Jahres 2002. Zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens findet eine gemeinsame Jubilarfeier der Saarstahl-Standorte Völklingen, Burbach und Neunkirchen sowie der Tochtergesellschaften Burbacher Stahl- und Waggonbau, Metallurgische Gesellschaft Saar und Saar-Bandstahl statt. Geehrt werden insgesamt 152 verdiente Mitarbeiter für 25, 35, 45 und 50 Dienstjahre. |
25.09.2003 |
| Der Aufsichtsrat beschließt für die Betriebseinheit Walzwerke Völklingen die Investition eines neuen Hubbalkenofens von 27 Mio. Euro. |
09.12.2003 |
| Das neue Corporate Design wurde im Rahmen des Saarländischen Staatspreises für Design 2003 ausgezeichnet. Erscheinungsbild ein überzeugendes Abbild ihrer Produkte und Dienstleistungen geschaffen sowie die Kompetenz des Unternehmens visualisiert hat. |
17.12.2003 |
| Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 17.12.2003 Herrn Dr. Michael Hanisch (53) ab 01.06.2004 zum Vorstandsmitglied und Vorsitzenden des Vorstandes der Saarstahl AG bestellt. |
12.03.2004 |
| Die neue sechsadrige Stranggießanlage mit der Kurzbezeichnung S0 ist – wie vorgesehen – 2004 in Betrieb gegangen. Mit der S0 können Knüppel im Format 150 x 150 mm mit 8,5 bis 15,5 m Länge und 180 x 180 mm mit 6,0 bis 13,0 m Länge hergestellt werden. |
29.09.2004 |
| Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 23.09.2004 eine Großinvestition für die Feinstahlstraße des Werkes in Neunkirchen genehmigt. Es wurde beschlossen, ein neues Präzisionswalzgerüst zu bauen. |
27.10.2004 |
| Am 27.10.2004 wurde bei der Metallurgische Gesellschaft Saar GmbH (MGS), einer Tochtergesellschaft der Saarstahl AG, eine neue Brennschneideanlage offiziell in Betrieb genommen. Sie ist gemäß den neuesten Umweltschutzrichtlinien hinsichtlich Lärm- und Emissionen aufgebaut. |
23.03.2005 |
| Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 23.03.2005 Herrn Claude Kintz (62) zum Vorsitzenden des Vorstandes der Saarstahl AG bestellt. |
19.05.2005 |
| Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 19.05.2005 Investitionsmaßnahmen mit einem Volumen von 27,8 Millionen Euro für die Walzstraße am Standort Burbach und 2,7 Millionen Euro für die Drahtstraße in Neunkirchen beschlossen. verbessert. |
25.05.2005 |
| Die Saarstahl AG hat für sämtliche Produktionsbereiche ein Umweltmanagementsystem eingeführt, das durch den TÜV CERT, der Zertifizierungsstelle des TÜV Saarland, geprüft wurde. Am 25.05.2005 wurde das Umweltzertifikat als erfolgreicher Abschluss der Überprüfung der Saarstahl AG übergeben. DIN EN ISO 14001 erfüllt das Unternehmen die hohen international anerkannten Forderungen dieser Norm. |
08.06.2005 |
| Die BHSW, Burbacher Stahl- und Waggonbau GmbH, eine Tochtergesellschaft der Saarstahl AG, hat nach erfolgreicher Auditierung durch den DVS Cert die Qualitätszertifikate nach DIN EN ISO 9001 und nach der Schweißnorm DIN EN 729-2 erhalten. |
06.07.2005 |
| Die Saarstahl AG hat am 06.07.2005 von der Robert Bosch GmbH den weltweit ausgeschriebenen Lieferantenpreis, den Bosch Supplier Award 2005, erhalten. Mit diesem Preis würdigt die Robert Bosch GmbH die besonderen Leistungen ihrer Lieferanten in den Jahren 2003 und 2004 hinsichtlich Qualität, Kosten und Lieferzuverlässigkeit. ausgezeichnet. Darüber hinaus ist die Saarstahl AG nach wie vor das einzige Stahlunternehmen mit den Produktbereichen Stab und Draht (Langprodukte), das einschließlich seiner Weiterverarbeitungsbereiche bisher mit dem Bosch Supplier Award prämiert wurde. |
28.09.2005 |
| Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat am 28.09.2005 Investitionen für die Saarstahl-Standorte Völklingen und Neunkirchen von insgesamt 36,45 Millionen Euro beschlossen. Erzeugung von Kraft- und Heizdampf errichtet werden. Darüber hinaus ist im Bereich der Walzwerke Völklingen eine neue Induktions-Vergütungsanlage vorgesehen. |
09.12.2005 |
| In seiner Sitzung vom 09.12.2005 hat der Aufsichtsrat der Saarstahl AG Investitionen für den Saarstahl-Standort Völklingen in Höhe von 18,7 Millionen Euro beschlossen. |
09.12.2005 |
| Die Aufsichtsräte der Dillinger Hütte und der Saarstahl AG haben für die gemeinsame Tochter Zentralkokerei Saar GmbH (ZKS), Dillingen, in ihren Sitzungen vom 09.12.2005 ein neues Konzept zur Sanierung der Zentralkokerei Saar GmbH in Höhe von über 200 Millionen € beschlossen. aufgebaut. Nach Abschluss dieses letzten Bauabschnittes wird die zweite alte Batterie stillgesetzt. |
31.01.2006 |
| Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 20.01.2006 beschlossen, in dem Insolvenzverfahren des Unternehmens Tréfileries de Conflandey S. A. ein Angebot zur Übernahme der Standorte Conflandey und Port d'Atelier abzugeben. Aufgrund gerichtlicher Entscheidung vom 31.01.2006 hat die Saarstahl AG den Zuschlag zur Übernahme zum 01.02.2006 erhalten. |
15.03.2006 |
| In der Sitzung am 15.03.2006 hat der Aufsichtsrat der Saarstahl AG Herrn Dr. Klaus Harste für weitere 5 Jahre zum Mitglied des Vorstandes der Saarstahl AG wiederbestellt. |
20.09.2006 |
| Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 20.09.2006 zusätzliche Investitionen für die Saarstahl-Tochtergesellschaft Saarschmiede GmbH Freiformschmiede am Standort Völklingen in Höhe von rund 35 Millionen Euro beschlossen. schienengebundener Schmiedemanipulator, frei fahrbarer Schmiedemanipulator, mehrere Schmiede- und Vergüteöfen sowie Drehmaschinen und Krananlagen. |
30.09.2006 |
| Mit Wirkung zum 30.09.2006 wurde das Walzwerk Mitte stillgelegt. hundert Jahren ihren Dienst taten. Die Walzenzugmaschine aus dem Baujahr 1891 wurde nach 106 Jahren mit einer elektronischen Steuerung ausgestattet. Die Zweite war seit 1910 im Originalzustand mit 14.100 PS in Betrieb. |
29.03.2007 |
| Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 29.03.2007 eine Investitionsmaßnahme am Saarstahl-Standort in Neunkirchen in Höhe von 40 Millionen Euro für ein neues Drahtzentrum beschlossen.
Die Investition erfolgt in ein Servicezentrum für die Oberflächen- und Wärmebehandlung von Draht. Gleichzeitig wird ein Teilbereich der Weiterverarbeitung auf den neuesten technischen Stand gebracht und in Neunkirchen konzentriert sowie für vorgesehene Mengensteigerungen erweitert. Die Entscheidung für den Standort Neunkirchen soll die weitere Optimierung der logistischen Abläufe zwischen den Saarstahl-Standorten im Saarland begünstigen.
Darüber hinaus wurde Herr Dr. Karlheinz Blessing mit Wirkung ab 01.07.2007 zum Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Saarstahl AG bestellt. |
11.05.2007 |
| Am 11.05.2007 wurde in Völklingen, unmittelbar neben der Bundesstraße 51, feierlich eine Skulptur des Hamburger Künstlers und Dortmunder Professors HD (Hans Dieter) Schrader der Öffentlichkeit übergeben.
Die Skulptur mit der Bezeichnung "Kubushochzeit" wurde im Auftrag der Saarstahl AG von HD Schrader entworfen. Seine Freiluftskulpturen aus Stahl, Holz und anderen Materialien sind weltweit vertreten. Die Saarstahl-Skulptur ist für den Künstler HD Schrader eine Premiere im Saarland. Sie markiert nunmehr den westlichen Eingang zur Stadt Völklingen, unmittelbar neben der Bundesstraße 51 und dem Torhaus 10, einem der zentralen Torhäuser der Saarstahl AG.
Die Kubushochzeit besteht aus zwei durchsichtigen, eckigen, 15 und 13,5 Meter hohen Säulen, deren Kanten von H-förmigen Stahlträgern gebildet werden. Die Skulptur ist 25,5 Tonnen schwer und besteht aus insgesamt 125 Metern H-Profilen in der Abmessung 400 x 300 mm. Beide Kuben wachsen aus einem gemeinsamen Fundament "miteinander verschränkt" empor und neigen sich dabei leicht auseinander. "Die Neigungswinkel sind verschieden", erläuterte HD Schrader, "so dass mit der Bewegung des Betrachters auch die Skulptur sich zu bewegen scheint."
Die Profile für dieses Kunstwerk wurden im Völklinger Walzwerk Mitte am 30.08.2006 gewalzt. Sie stammen aus der letzten Produktionsschicht für diese Abmessung. Mit dem Bau der Saarstahl-Skulptur soll einerseits an das Ende September 2006 stillgelegte Walzwerk Mitte auf eine wertvolle, künstlerische Weise erinnert werden. Andererseits wird der Eingang zur Stadt Völklingen aus der Fahrtrichtung von Bous mit einem signifikanten Zeichen aus Saar-Stahl versehen.
Die Skulptur wurde von der Burbacher Saarstahl-Tochter BHSW auf Grundlage der Zeichnungen des Künstlers konstruiert und statisch berechnet. In den Werkstätten wurden die H-Profile passgenau zugeschnitten, zusammengefügt, verschweißt, lackiert und am Standort in Völklingen aufgestellt. Die offizielle Einweihung fand unter großer Beteiligung geladener Gäste und der interessierten Bevölkerung statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Vorstandes, Herrn Claude Kintz, folgte die Würdigung durch den Oberbürgermeister der Stadt Völklingen, Herrn Klaus Lorig, sowie die künstlerische Einführung durch den Leiter der Documenta 6 und 8, Herrn Prof. Dr. Manfred Schneckenburger. |
06.06.2007 |
| Der Aufsichtsrat der Saarstahl AG hat in seiner Sitzung am 06.06.2007 Herrn Claude Kintz für den Zeitraum bis zum 31.03.2009 zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstandes der Saarstahl AG wiederbestellt. |